Ein kurzer Überblick über die Rasse

 

Die Birmakatze (auch Birma, Heilige Birma; engl.: Birman, Sacred Birman) ist eine Katzenrasse mit halblangem Fell, die zu den Halblanghaarkatzen zählt. Darüber hinaus ist die Birmakatze ein Teilalbino, d.h. eine sogenannte Point-Katze (Maskenkatze) mit einem hellen, weichen Körperfell und dunkle Abzeichen (Points) an den weniger durchbluteten, kühleren Körperstellen wie Gesicht, Ohren, Schwanz, Beinen und Hoden. Birmakatzen besitzen blaue Augen. Besonderes Rassekennzeichen ist darüber hinaus die blütenweiße Färbung der Pfoten, die an der Rückseite der Hinterbeine in einem umgekehrten „V“, den sogenannten Sporen nach oben auslaufen sollte.

Birmakatzen sind menschenbezogen, ruheliebend, sanftmütig und mäßig aktiv. Sie sind gesellige Tiere, die sich allein unwohl fühlen und daher zumindest zu zweit (auch mit anderen Katzenarten) gehalten werden sollten. Die Birmakatze ist nicht mit der Burma-Katze zu verwechseln, die eine eigene Rasse darstellt. Da Birma auf Englisch Burma heißt, kommt es gelegentlich zu Verwechslungen.

 

 


Rassestandard

 

 

Der Rassestandard wird von verschiedenen Katzenzuchtverbänden festgelegt. Bei der FIFe wird die Rasse in der Kategorie II (Halblanghaarkatzen) unter dem Kürzel SBI (Sacred Birman) geführt.

 

  • Körper: gestreckt und mittelschwer mit kurzen, stämmigen Beinen.
  • Kopf: kräftiger Schädel, ausgeprägtes Kinn, volle, runde Wangen.
  • Augen: tiefblaue, runde Augen.
  • Fell: je nach Körperpartie lang (Rücken, Seiten, Kragen) bis halblang, im Gesicht kurz, am Schwanz buschig.
  • Farbe: hell, eierschalenfarben, Rücken goldbeige. Schwanz und Beine dunkler. Kontrastreich abgesetzte Abzeichen im Gesicht (Points), dunkle Ohren. Klar abgegrenzte, reinweiße Pfoten (Handschuhe).

 


Farbvarianten

 

Folgende Farben sind annerkannt:
seal point, blue point, red point, sowie die Verdünnungen chocolate point, lilac point und creme point. Sämtlich Farben können zusätzlich in tabby (= gestreift) oder tortie (= schildpatt) fallen.

Über die vorgenannten, etablierten Farben hinaus wird an der Zucht mit neuen Farben wie Silber, Cinnamon und Fawn gearbeitet. Diese neuen Farben sind jedoch derzeit noch recht umstritten.
Birmakatzen werden, wie alle Point-Katzen, nahezu weiß geboren. Die Farbe der Abzeichen bildet sich erst nach einigen Tagen bis Wochen heraus. Viele Tiere dunkeln in den ersten Lebensjahren, insbesondere an Rücken und Flanken sehr stark nach.

 

(Näheres unter Fellfarben.)

 

 

Haltung und Pflege

 

Birmakatzen gelten wegen ihres ruhigen, sanften Wesens als ideale Wohnungs- und Kinderkatzen. Allerdings sind sie sehr familienbezogen und anhänglich und sollten gerade von Berufstätigen nicht als Einzeltiere gehalten werden. Ihr dichtes Fell ist sehr pflegeleicht und neigt - wegen fehlender Unterwolle - kaum zum verfilzen. Birmas sollten nicht als „Freigänger“ gehalten werden, da sie sehr menschenfreundlich sind und sich auch von fremden Menschen gerne streicheln und hochnehmen lassen. Das Fell sollte bei allen Katzen gelegentlich gebürstet werden, da es sonst durch verschluckte Haare zum Darmverschluss kommen kann.
 
  

 (Quelle: Wikipedia.de)